Nacharbeiten

Sie haben die Wohnung übergeben, alles ist erledigt ‒ oder doch nicht? In der Praxis hat sich gezeigt, dass einige Nacharbeiten sinnvoll und erforderlich sind.

Einzug des Mieters

Sie haben mit dem Mieter einen Einzugstermin vereinbart. Sinnvoll ist es, die Mitbewohner mit einem Schreiben über den neuen Mieter zu informieren und auch den Einzugstermin bekannt zu geben. Bitten Sie in diesem Schreiben auch die anderen Mieter um Verständnis für umzugsbedingte Unannehm-lichkeiten. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft: informieren Sie die Hausverwaltung.

Namensschilder

Die Namensschilder an Haustür, Klingel und Wohnungstür sind die Visitenkarte des Hauses. Diese sollten einheitlich ausgeführt sein. Individuelle „Klebearbeit“ ist unbedingt zu vermeiden.

Energieversorger

Es hat sich bewährt, dass Sie als Eigentümer den neuen Mieter beim jeweiligen Energieversorger (Strom, Gas, Wasser) anmelden. So vermeiden Sie, dass Sie nach Auszug des alten Mieters plötzlich als Neukunde von Ihrem Energieversorger angeschrieben werden. Informieren Sie Ihren Mieter, dass Sie die Anmeldung vornehmen werden (Vermerk im Wohnungsübergabe-Protokoll!).

Zahlungseingang Miete

Die erste Miete und die Kaution sind bereits vor Wohnungsübergabe auf Ihrem Konto eingegangen. Kontrollieren Sie dennoch unbedingt die Mieteingänge in den Folgemonaten und achten Sie auf regelmäßigen pünktlichen Eingang. Beugen Sie damit einem leichtfertigen „Schlendrian“ vor.

Sollte die Miete nicht pünktlich eingehen, rufen Sie zunächst den Mieter an und weisen ihn freundlich darauf hin.

Verhältnis zu Ihrem Mieter

Es ist wichtig, ein gutes Verhältnis zu Ihrem Mieter aufzubauen. Nehmen Sie sich Zeit für ein gutes Gespräch mit ihm und sagen Sie ihm Ihre Unterstützung zu, wo immer er diese benötigt. Seien Sie in Kleinigkeiten entgegenkommend und versuchen Sie, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Es wird sich sicherlich lohnen.

Tipp: Bei allen in einem Mietverhältnis aufkommenden kleinen oder großen Problemen hat sich eines in der Praxis bewährt: Führen Sie immer zunächst ein klärendes Gespräch, bevor Sie eine Erinnerung, Mahnung oder Abmahnung schreiben.